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GEMA vs. YouTube 5. April 2009

Am 1.April ist der Streit zwischen der Google-Tochter und der GEMA eskaliert. YouTube möchte weiterhin eine Pauschale zahlen, die GEMA möchte pro heruntergeladenem Inhalt Geld sehen. Anlass zu diesem Post gabe mir der Beitrag von Alper auf BasicThinking. Ob nun 12 Cent wie YoutTube behauptet oder 1 Cent pro Video, wie die GEMA behauptet, spielt für mich keine Rolle. Die GEMA bleibt für mich, weiterhin ein Verein, der die Menschen abzocken will, ähnlich wie die GEZ.

Klar sollen die Künstler ihr Geld bekommen, keine Frage, aber nicht durch solche Methoden und Abrechnungsmodelle. Die GEMA sollte vielleicht doch erstmal anfangen, in der heutigen Zeit anzukommen.

Und wie immer will die GEMA doppelt, dreifach und noch mehr abkassieren. Jetzt mal ehrlich, pro Abruf eines GEMA-Titels soll 1 Cent fällig sein, gehen wir mal davon aus. Wie bitte schön soll geprüft werden können, ob sich z.B. nicht die selbe Person wie vor 3 Wochen das Stück nochmals anschaut? Ich gehe mal davon aus, dass soll garnicht geprüft werden. Warum nicht? Sonnst könnte man doch nicht mehrmals pro Titel abkassieren.

Vielleicht sollten sich eure “Künstler” und die die es werden wollen, mal daran gewöhnen, dass man Geld durch Arbeit verdient oder halt mit verkauften Stücken. Was erstmal bedeuten würde, für viele würde erstmal deutlich weniger Kohle auf dem Bankkonto landen. Für Musikkünstler bedeutet, in meinen Augen Arbeit folgendes. Neue Musik produzieren und Konzerte geben, sowie mp3’s oder halt CD’s verkaufen, auch Video DVD’s und fertig. Keine Arbeit dagegen ist es, Geld zu kassieren, nur weil das eigene Stück mal abgespielt wird und vorher aber das Stück, käuflich erworben worden ist! Das nenne ich einfach nur Abzocke!

Dann wäre noch der Punkt, was passiert denn, wenn YouTube alle GEMA-Stücke sperrt? Dann verlieren gleich mehrere Seiten auf einen Streich. Erstmal würde die GEMA einen ordentlichen Batzen Kohle verlieren, ich kenne zwar keine Summe, aber was YouTube da zahlt als Pauschale wird nicht wenig sein. Dann würde natürlich auch YouTube ordentlich an Besuchern verlieren, was zu sinkenden Werbeeinahmen führt. Und die ganz großen Verlierer, sind die Künstler selbst, denn die kostenlose Werbung, gibts dann auch nicht mehr.

Klar das Thema könnte man jetzt noch weiter ausführen, sorry dazu habe ich keine Lust. Ich wollte wie immer nur meine Meinung kund tun. GEMA ist und bleibt ein Verein, der seine Kohle durch unfaire Abrechnungsmodelle erhält. Wie seht ihr die Sache?

Kommentare»

1. Alper Iseri - 5. April 2009

Ich finde es ein wenig krass zu behaupten “Geld ohne Arbeit zu verdienen”. Wenn ein Künstler ein Werk erstellt, dann hat er das Anrecht, dafür entlohnt zu werden, wenn es irgendwo abgespielt wird. Gerade wie das bei Online-Portalen ist oder wenn jemand Öffentlich seine Musik in der Diskothek spielt, damit sie ihrerseits Besucher haben, die dafür Geld ausgeben. Das du vielleicht 90% der Musik nicht magst, die es heutzutage gibt, ist ja nicht weiter schlimm. Aber alle Künstler über einen Kamm zu scheren und zu sagen “das ist einfach kostenlose Werbung” kann ich so nicht unterstützen. Ja, es muss sich was ändern bei der GEMA aber sie gleich abschaffen? Nein.

Gleiches gilt übrigens meiner Ansicht nach für die GEZ. Viele wissen die Leistung von ARD, ZDF und den dritten Programmen erst dann zu schätzen, wenn sie etwas älter sind. Und ich hätte keine Lust auf eine mediale Landschaft wie in Italien. Du etwa?

2. Sandkorn - 5. April 2009

Ich will mit meinem Post auch nicht sagen, das die Künstler kein Geld mehr für ihre Arbeit bekommen sollten. Doch mal ehrlich, jedes mal Geld kassieren, nur weil das Stück abgespielt wird? Dass ist wie ein Gelddruckmaschiene, arbeiten also fürs nichts tun. Wäre es nicht viel sinnvoller, z.B. Musikstücke oder auch Sammlungen teurer an Veranstalter, Radiosender oder halt YouTube zu verkaufen? Dann aber mit dem Recht, sie beliebig oft abspielen zu dürfen? Klar auch dann kommt deutlich weniger in die Kasse, aber fairer wäre es auf jeden Fall. Ähm von Abschaffen habe ich nicht gesprochen, nur von den aktuellen Methoden und Abrechnungsmodellen. ;)

3. Maria E. Albrecht - 15. April 2010

Hey, freunde der Musikvideoclips aus aller Welt. Ich bin erst dieses Jahr, 2010, vor etwa einen Monat in der Welt von youtube eingestiegen, es geht in meinem fall um irdgenwelche oldtimer aus Lateinamerika, die längst ihre Autorenrechte kassiert haben, habe mich irre gefreut in der Zeit der 70 Jahren versetzt zu werden, durch irgenwelche wieder gefundene spielkammaraden unserer kindheit in den Alpen… Nur ab den 1. April hat YouTube auch alle diese alte Videoclips gesperrt, diesmal geht es um einen 12cent Betrag, das für Youtube einfach indiscutabel ist. Abgesehen von der dahinter vermutenden Abzocke, glaubt ihr nicht, das einen Youtube konkurrenten dahinter stehen kann?