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Erst Bürgergeld nun rumdoktern an Hartz IV 12. Oktober 2009

“Arbeit muss sich wieder lohnen!”, so lautet doch der Spruch, den die FTP auf den Wahlplakaten hatte oder irre ich mich da?. Tja, liebe FTPler man sollte den Mund nicht zu voll nehmen oder halt wenigstens versuchen zu seinen Worten zu stehen.

Denn vor Kurzem war man noch für ein Bürgergeld und kaum versieht man sich, wird wieder an Hartz IV rumgedoktert. Selbst beim Bürgergeld, schien es mir so, man will das ganze nur von den ARGEN an die Finanzämter abschieben, die wohl ohne jeden Zweifel noch weniger Ahnung vom Thema “Arbeit” haben, als die ARGEn und die haben schon fast gar keine Ahnung. Und auch bei den Finanzämtern sollte wieder mit Strafen(Kürzungen)gearbeitet werden.

Ich versuche nun einmal meine Ansichten zu dem Thema darzulegen, doch vorher ein paar Fakten, für mich sind es jedenfalls welche.

Wäre es da nicht sinnvoller, sich das Geld für den Verwaltungsapparat zu sparen und die Angestellten der ARGEN vor die Tür zu setzen und ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen?

Dann hätten wir schonmal ein Problem weniger, nämlich das Menschen nicht mehr zu einem Termin kommen müssen, nach dem sie total demotiviert sind. Denn genau das wird durch überbordende Neugier, überhebliches Verhalten und Bestrafung seitens der ARGE-Mitarbeitern gegenüber den “Klienten” erreicht. Zudem würde man, nicht wenigen Richtern die Nerven schonen, die bei  Klagen gegen ALG II - Bescheide, jedes mal dem Arbeitslosen recht geben müssen. Auch hier würde eine, sicher nicht geringe Summe eingespart werden können.

Das Geld was man dann einspart, könnte man in Dinge stecken die Menschen helfen, Arbeit zu finden, die fair bezahlt wird, die zu einem Menschen individuell passt oder ihn ganz einfach weiterbilden. Mal ganz davon abgesehen könnte man Geld in öffentliche Angebote für Kinder und Jugendliche investieren. Ich spreche bewusst nicht von “Bildung” das nimmt sowieso langsam überhand, wo es fehlt ist an sozialer Bildung, da fallen wir langsam ins Steinzeitalter zurück.

Außerdem würden mit einem Bürgergeld auch Arbeiten bezahlt werden, die bisher garnicht bezahlt werden oder nur als geringwertig angesehen werden. Da brauche ich nur an viele denken die im Ehrenamt tätig sind oder an Mütter die sich um ihre und sogar andere Kinder kümmern.

Als einzige Bedingung würde ich sehen, meldet euch ab und an mal bei den Menschen, die euch, nach einer Reform, helfen auf dem Arbeitsmarkt. Denn nach einer solchen Reform, könnte Arbeit auch wirklich zu einem Markt werden.

Was auch immer wieder außer acht gelassen wird ist, es gibt in den “normalen” Unternehmen garnicht genug Arbeit. Dafür sorgt schon alleine der technologische Fortschritt. Warum also dann jemanden bestrafen, für etwas das er suchen soll, aber garnicht findet?

P.S. Man bedenke, das meine Texte teilweise durchaus einen ironischen Unterton haben, aber trotzdem ernst gemeint sind!

Kommentare»

1. Grundeinkommen - 15. November 2009

Hallo,
das ist ein gut recherchierter Artikel. Ich habe ein Blog zu der Thematik erstellt, vielleicht kann man sich hier noch weiter austauschen.
Einen schönen Gruß!